“Nah dran. Packt an”! |Dezember 2020 | Webansicht Infodienst Oliver Grundmann | 21.12.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die Welt vor gewaltige Aufgaben und macht den Ausnahme- zum Normalzustand. Seit März kämpfen wir gegen ein Virus, das unser Leben komplett auf den Kopf stellt. Dass wir nun zum Ende des Jahres noch einmal solch hohe Zahlen an Neuinfektionen, Intensivpatienten und Todesfällen erleben, ist besonders schmerzhaft. Bei fast 1.000 Corona-Toten binnen 24 Stunden können wir nicht einfach wegsehen. Was das bis Ende Februar bedeutet, kann jeder nachrechnen. Wir müssen daher unser Gesundheitssystem, unsere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vor dem Kollaps bewahren! Vor allem müssen wir an unsere Pflegekräfte denken. Sie stehen an der Front und sind körperlich und seelisch an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Umso wichtiger war es, jetzt zu handeln und ein zweites Mal einen harten Lockdown durchzusetzen – im schmerzvollen Wissen, welche Folgen das für einzelne Wirtschaftszweige hat.

Die gute Nachricht: mit Winterbeginn am 21. Dezember kommt auch die Impfstoffzulassung. Die ersten Impfzentren in Stade und Zeven stehen in den Startlöchern. Ich danke allen fleißigen Helfern von DLRG, THW, Feuerwehr, DRK sowie den Soldaten, die zu dieser logistischen Meisterleistung beigetragen haben und dort ihre Dienste tun.

Für eine Entwarnung ist es allerdings zu früh. Wir brauchen weiterhin konsequenten Gesundheitsschutz besonders für ältere, pflegebedürftige und kranke Menschen. Dafür gibt’s nun extra FFP2-Masken und Corona-Tests. Gleichzeitig stellt der Bund nochmal wirtschaftliche Überbrückungshilfen für Selbständige und Unternehmen zur Verfügung. Ich will nicht verschweigen, dass diese Hilfen mit einer Neuverschuldung von knapp 180 Milliarden Euro verbunden sind, der zweithöchsten in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Herausforderung der kommenden Wahlperiode wird sein, nach Überwindung der Corona-Krise Deutschland auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzuführen und einmal mehr solide zu wirtschaften. Allein durch die “schwarze Null” hatten wir im Gegensatz zu vielen Staaten der Welt überhaupt die Möglichkeit in dieser Entschlossenheit Hilfen zuzusagen.

Corona verändert tatsächlich vieles. Derartige Krisen zeigen aber auch, was alles möglich ist, wenn man will. Das hat nicht nur die Entwicklung des Impfstoffes innerhalb eines Jahres gezeigt. Auch parteipolitisch steht einiges auf dem Kopf. Wer hätte letztes Jahr schließlich gedacht, dass der Parteitag mit der Wahl des neuen CDU-Bundesvorsitzenden am 15./16. Januar 2021 vollkommen digital durchgeführt wird? Wir gehen damit einen innovativen, neuen Weg. Eine klare Entscheidung in schwierigen Zeiten.

Und trotz aller dunklen Wolken durch die Corona-Pandemie, gibt es auch die Zukunftsthemen der Region im Hinblick auf Wasserstoff und LNG, die enorme Chancen bieten und die es gilt jetzt noch entschlossener anzugehen. Damit sich das Elbe-Weser-Dreieck schon morgen zum Energie-Drehkreuz für ganz Deutschland entwickeln kann.

Ich wünsche Ihnen nach einem arbeitsreichen, besonderen Jahr ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr 2021, was nach meiner Überzeugung nur besser werden kann, alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

Ihr Oliver Grundmann



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